Boxen

Die Geschichte des Faustkampfes reicht bis in die Antike zurück. Im alten Griechenland kämpfte man mit bloßen oder mit bandagierten Fäusten. Faustkämpfe werden bereits in Homers Ilias geschildert. Im Jahr 688 v. Chr. wurde der Zweikampf mit Fäusten Bestandteil des Programms bei den Olympischen Spielen. Im antiken Rom nahm der Faustkampf sehr brutale Formen an. An den Bandagen wurden Bleistücke oder krallenartige Haken befestigt. Derartige Kämpfe fanden manchmal im Rahmen der Gladiatorenspiele statt und endeten erst, wenn ein Kontrahent kampfunfähig war oder nach Aufgabe. Der römische Kaiser Theodosius erließ jedoch Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. ein Verbot für derartige Kämpfe. Im Mittelalter trat diese Art des Zweikampfes hinter das Ringen und Fechten zurück.

In England kann das Boxen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Der erste dokumentierte Boxkampf der Neuzeit fand 1681 in England statt, als der Herzog von Albermarle einen Kampf organisierte. Der englische Boxmeister James Figg (1684-1734) gründete im Jahr 1719 die erste Boxschule. Von John Godfrey erschien 1747 das erste Lehrbuch des Boxens. John Broughton (1704-1789) legte 1743 erstmals Regeln fest, die einige Praktiken vereinheitlichten und andere verwarfen. Beispielsweise war es nicht erlaubt, einen am Boden liegenden Gegner zu schlagen oder ihn an den Haaren zu ziehen.

Im 18. Jahrhundert erlebte das Boxen in London in Form von Preisboxkämpfen mit bloßen Fäusten eine neue Hochzeit. Die Kämpfer galten als durchaus gesellschaftsfähig. Der englische Dichter Lord Byron beispielsweise suchte im Londoner Stadtteil Albany die Faustkampfschule des John Jackson auf. Die Teilnehmer boxten um Geld, und die Zuschauer schlossen Wetten auf das Ergebnis ab. Auf Basis der Regeln Broughtons schuf sein Landsmann John Sholto Douglas Marquess of Queensberry 1867 ein Regelwerk des modernen Boxsports, das im Kern bis heute Gültigkeit besitzt und das 1892 bei der ersten Weltmeisterschaft im Schwergewicht angewendet wurde, die so genannten Queensberry-Rules.

Trainingszeiten
Montag
20.15 – 21.45 Uhr
Mittwoch und Freitag
18.00 – 19.30 Uhr